Blog Tour - 11 Fragen

Irina Meerling stellte mir im Rahmen einer Blogtour 11 Fragen, die ich gerne beantworten möchte:

 

1. Beschäftigt dich eine Aufgabe / ein Gedanke derzeit besonders?

Ja, ich bemühe mich, eine Fortsetzung zu „Herbstfraß“ zu schreiben, aber leider / glücklicherweise brütet mein Verstand dauernd neue Ideen für neue Bücher aus. Ich bin gerade am Verzweifeln, wie ich das alles unter einen Hut bringen soll.

 

2. Was tust du, wenn du mitten in der Nacht – noch im Halbschlaf – einen Geistesblitz bezüglich einer Story hast? Kämpfst du dich aus dem Bett und machst Notizen oder schläfst du lieber weiter?

Ich hüpfe selbstmurmelnd wie eine Heuschrecke in die Höhe, bleibe garantiert im Dunkeln mit dem kleinen Zeh am Bettpfosten hängen und humpel mit schmerzverzerrtem Gesicht zum Schreibtisch. Die Idee wird kurz notiert und dann wanke ich in die Heia zurück.

 

3. Machst du dir feste Vorgaben, wie viel du in einer bestimmten Zeit schreiben wirst?

Um Himmels Willen, nö! Das würde nicht funktionieren. Wenn ich mir fest vornehme, jetzt endlich mal ein paar Seiten am Stück runterzureißen, geht meistens stundenlang gar nix. Wenn ich am wenigstens Zeit habe, beginnen die Finger zu zucken und wollen an die Tastatur. Und dann könnte ich jeden erwürgen, der mich unterbricht.

 

4. Was bedeuten dir Kundenbewertungen?

Sie sind der Lohn, für den ich mich an den Rechner setze. Ich nehme mir jede Kundenbewertung sehr zu Herzen, tanze jubelnd durch die Wohnung oder bin total zerknirscht. Bei Kritik überlege ich sehr genau, ob ich damit konform gehe und wie ich es das nächste Mal besser machen kann. Allein mit Aussagen „Das Buch war Mist“ kann ich nichts anfangen. Dann hätte ich gerne gewusst, was dem Leser fehlte. Bei Mitteilungen „Ich bin ein Fan“ sitze ich immer noch staunend da und frage mich: Bin wirklich ICH gemeint?

 

5. Kannst du noch ungehindert Bücher lesen oder kommt der Autor in dir auf, wenn du Fehler, Unstimmigkeiten oder Textstellen findest, die du anders umgesetzt hättest?

Spätestens seitdem ich für eine Freundin ebenfalls lektoriere (oder es zumindest versuche), lese ich besonders kritisch. Und mir fallen inzwischen Dinge auf, an denen ich mich früher nicht gestört hätte. Trotzdem lese ich noch in jeder freien Minute und ich lese wahnsinnig gern.

 

6. Verrätst du an dieser Stelle ein wenig was über dein aktuelles Projekt?

Im Moment fahre ich etwas zweigleisig.

Zum einen pruckel ich an der Fortsetzung von Herbstfraß herum. Schließlich möchte Robin sein Trauma überwinden, dass er seit seiner schlimmen Nacht im Bunker hatte. Bo ist nicht unbedingt begeistert, von ihrem neuen Fall und hätte ihn am liebsten gar nicht erst angenommen. Aber Robin hat ihn ganz ganz fies erpresst.

Zum anderen wollte ich eine neue Idee notieren. Die Notiz ist auf mehrere Seiten im Erzählstil angewachsen. Aber ob ich damit nach dem ersten Flash weitermache oder eines meiner anderen Teilstücke anpacke, ist noch nicht sicher. Ich bin eben ganz der Chaosschreiber.

Und irgendwann erwartet mich eine Überarbeitung. Brrrrr!

 

7. Fällt es dir leicht, Titel für deine Bücher zu finden oder suchst du dir da Hilfe?

„Herbstfraß“ stand von Anfang an fest und war wie ein Blitz in meinen Gehirnwindungen. Für die Blood-Trilogie hat mein Verleger die Titel ausgewählt, was eindeutig kein Fehler war. Die übrigen Titel fielen relativ leicht.

 

8. Hast du bei deinen Buchcovern Mitspracherecht?

Netterweise ja. Ich darf Vorschläge machen und werde gefragt, welche Variante ich besser finde. Bislang ist mit stets ein „Boah!“ entfleucht.

 

9. Nascht du beim Schreiben?

Wie eine Fressraupe futtere ich mich durch Schoki und Lakritze oder diese fiesen Salami-Sticks. Wie gut, dass ich viermal die Woche Sport treibe, ansonsten würde ich platzen.

 

10. Bevorzugst du als LeserIN eBooks oder Printausgaben? Warum?

Inzwischen bevorzuge ich ebooks. Es ist schon ein Unterschied, ob man zwanzig Printausgaben in den Urlaub mitschleppt oder zwanzig ebooks. Mein Rücken dankt es.

 

11. Möchtest du zum Schluss noch etwas loswerden?

Ich danke allen, die es mir ermöglicht haben, Bücher zu schreiben. Und ich danke allen, die sie lesen und sich die Mühe machen, sie zu rezensieren oder als Leser zu bewerten. Denn das Schreiben macht mich unbeschreiblich glücklich.

 

Folgende 11 Fragen möchte ich

Florian Höltgen, Michael Modler, Mathilda Grace, David Leon Minder, Frau Klein und Savannah Davis stellen:

 

  1. Wo schreibst du am liebsten?
  2. Das bevorzugte Schreibinstrument ist der PC, Kuli, Bleistift oder …?
  3. Welche Erzählperspektive magst du gar nicht?
  4. Hast du bei einem Verlag schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht und falls ja, welche?
  5. Was tust du, wenn du eine Schreibblockade bekommst?
  6. Wenn du in die Ferien fährst, nimmst du dann einen Notizblock mit?
  7. Welche deiner Veröffentlichungen ist dein Lieblingswerk?
  8. Wie sorgst du dafür, dass keine Handlungsstränge in deinem Skript in Vergessenheit geraten?
  9. Arbeitest du nach einem vollständigen Plot oder schreibst du wild drauflos?
  10. Was hältst du von Gemeinschaftsprojekten?
  11. Welchen Schriftsteller bevorzugst du?

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