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... sollte man in sich gehen. Oder in die Wanne zusammen mit seinem besten Freund und einem Cocktail.


Ich kann Weihnachten nicht ausstehen. Zwanghaftes Fröhlichsein zu seinem bestimmten Datum liegt mir nicht. Stattdessen bemühe ich mich jeden Tag wenigstens einmal zu lachen.

Und zu schreiben. Denn das macht mir Freude und ist für mich ein Fest, jedes Mal, wenn ich einen Absatz zu Ende getippert habe, eine Welt erfinde und eine Geschichte erzähle. Das macht mich glücklich und hoffentlich den Leser gleich mit. Damit habe ich quasi jeden Tag einen Feiertag. :)

Für alle die, die sich am Kalender orientieren müssen (und natürlich auch alle anderen) wünsche ich schöne Festtage.



Und einen kleinen Happen aus meiner derzeitigen Arbeit:


Keegan saß ganz still da. Seine Haut schien zu brennen, dort wo Cians Finger auf seiner Brust ruhten. Atem strich wie eine Liebkosung an seinem Kinn entlang. Es war ein wunderbarer Moment.
Von ihrem Platz aus konnten sie die flackerten Lichter in den bewohnten Häusern sehen, über ihnen blinkten Sterne, Schneekristalle glitzerten auf den Trümmern … Und es war kalt. Nur nicht da, wo Cian an ihm lehnte.
Ich glaube, wir haben gerade eine Prise Romantik abbekommen, dachte er amüsiert und hoffte im Stillen, dass Cian das ebenfalls bemerkte. Der Kleine verdiente jedes winzige bisschen Glück, das er erhaschen konnte. Und Keegan hoffte, ihn gleich in einen regelrechten Glückstaumel versetzen zu können.
Du stellst dich einer enormen Herausforderung, ertönte seine innere Stimme. Wenn es schief geht und Cian erneut in seine Stricher-Rolle verfällt, dann wird er wissen, dass er niemals etwas anderes sein kann, als eine kleine von Curtis geformte Hure. Daran wird er zerbrechen.
Keegan merkte, dass er sich mit diesen Gedanken selbst Angst machte. Zum ersten Mal befürchtete er, im Bett zu versagen. Doch er hatte sich selbst diese enorme Aufgabe gestellt, den wirklichen Cian zu wecken und ihn aus seinem Versteck aus Furcht und Schmerz zu holen.
Er drückte seine Lippen in die schwarzen Haare, was die Finger auf seiner Brust zu einem kurzen Streicheln veranlasste.
Konnte man vor lauter Liebe überfließen? Dann müsste es regelrecht aus seinen Ohren sprudeln. Bei dieser Vorstellung musste Keegan nun doch wieder grinsen.
Shit!
Er würde noch Muskelkater im Gesicht bekommen, wenn er weiterhin so viel lächelte und lachte, wie heute zusammen mit Cian. Wie der Kleine strahlen konnte, wenn er fröhlich war.
Frohsinn … Etwas, das ebenfalls erstaunlicherweise unbemerkt in ihnen gesteckt hatte und jetzt hervorbrach, da Curtis es nicht unterdrückte. Was wohl noch alles in ihnen lauerte und darauf wartete befreit zu werden?
Gerade eben hast du Cian die blöde Grübelei vorgeworfen und nun grübelst du selbst. Schluss damit! Schnapp dir den Kleinen und vögel ihn solange, bis der endlich Zugang zu seinem Herzen gefunden hat.
„Sugar?“
„Hmhm?“
„Es wird kalt.“
„Es ist die ganze Zeit über kalt.“
„Es wird kälter.“
„Du bist schön warm.“
Keegan lachte leise.
Na sieh mal an, der Kleine mochte seinen Platz nicht aufgeben. Also gefiel es ihm, hier zu sitzen und zu kuscheln.
„Sugar, heb deinen süßen Arsch in die Höhe. Es wird Zeit, dass wir uns wieder verkriechen.“

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